bei der Arbeit 06 – at work 06

Hinterlasse einen Kommentar
aus dem Atelier - my work / Ausstellungen - exhibitions / über die Arbeit - creative processes / Kunstgeschichte - history of art / Musik - music
jesus01

at work

 

Vorbereitungen zur Art Bodensee im Juli …

farben

Den Einstand zur aktuellen Arbeit habe ich einem Blog-Nachbarn zu verdanken… Magnus Auffinger ist nicht nur freischaffender Künstler und Bildhauer, sondern offensichtlich auch ein begnadeter Handwerker, dem man gern alte, wertvolle Stücke zur Aufarbeitung überlässt. So bin ich im November 2014 auf seine Fotos einer beschädigten Christusfigur gestossen, die er zu Dokumentationszwecken angefertigt hatte. Ein Torso, der im Zuge der Restaurierung mit verleimten Holzkeilen gespickt wurde…

Ich kann nie genau sagen, was mich an einer Fotografie so besonders berührt. Manchmal finde ich ES in eigenen Bildern, manchmal in denen von Freunden oder Bekannten, manchmal in Bildern aus Magazinen, aus dem Internet… Aber immer bringen sie eine besondere emotionale Färbung in mir zum Klingen… Etwas, das Doig über seine Arbeiten sagt und Gauguin interessanterweise ebenso. In der Ausstellung in Basel habe ich ein Zitat Gauguins gelesen, in dem er darüber spricht, daß er den Klang seiner zukünftigen Bilder hören könne, wenn er mit seinen bretonischen Holzpantinen über die Steinböden des Hauses “scheppere”… Bild, Ton und Emotion sind schon immer eine untrennbare Einheit gewesen, nicht erst seit Kandinskys Kunsttheorie, der über den Klang der Farben schrieb und nicht erst seit der Erfindung des Films. Menschen, die Farben hören können, oder Töne sehen, bezeichnet man als Synästhetiker. Auch ohne diese speziell ausgebildeter Gabe, glaube ich doch, schlummert ein wenig davon in jedem von uns, als Betrachter… Ein Bild, das uns gefällt, löst in jedem Fall mehr in uns aus, als einen optischen Reiz… In den meisten Fällen, von denen ich im Gespräch hörte, begegnen Menschen einem Stück ihrer Lebensgeschichte wieder. Und Erinnerungen sind immer verknüpft mit Geruch, Geschmack und Akustik… Read More

Art Karlsruhe 2015/03 – art fair Karlsruhe 2015/03

comments 4
Ausstellungen - exhibitions / über die Arbeit - creative processes / aus dem Atelier - my work / Messe - art fairs
art09

art08

Art Karlsruhe 04. – 08.03. 2015

Bildschirmfoto 2014-12-09 um 08.40.27Die 12. Art Karlsruhe …

Vor der Messe herrscht immer große Aufregung. Die Arbeiten müssen rechtzeitig fertiggestellt und geliefert werden, die Galerie feilt am Programm und der Präsentation… und selbst wenn man 20 Jahre oder länger im Geschäft ist, habe ich “alte Berufshasen” sagen hören, weiß man nie, wie sich ein Messeauftritt entwickelt. Weder was das Publikum angeht, noch den wirtschaftlichen Erfolg…

Betritt man die Hallen, ist es augenblicklich so, als stünde man in der Brandung. Die erste Kunstmesse in Köln wurde 1967 von den Galeristen Hein Stünke und Rudolf Zwirner als “Kölner Kunstmarkt” und jährliche Leistungsschau der eigenen Zunft ins Leben gerufen. In einem Interview habe ich Zwirner einmal sagen hören, was ursprünglich ein genialer Gedanke gewesen sei, habe sich mehr und mehr zu einem Phänomen entwickelt, das dem Bild aus dem Gedicht “der Zauberlehrling” gleicht. Die Geister die man rief, wird man nun nicht wieder los… Sammler und Kunden sind inzwischen daran gewöhnt, weltweit in kürzester Zeit Angebot und Preise auf solchen Veranstaltungen abzugleichen. Ohne Messe geht heute nichts mehr. Der Galerist Michael Schultz aus Berlin sagt z. B. in einem Interview, daß er mit vier Standorten sieben Messen in sechs Monaten stemmt. Was nicht nur Zeit und Nerven kostet, sondern auch eine enorme Menge Geld. Auch als Besucher ist man in erster Linie mit einem konfrontiert: mit optischer Überforderung. Der “Profi-Besucher” der Messe, kommt mit dem Hallen-Plan in der Hand an den Stand und hat im Vorfeld Kreuze gesetzt – besucht gezielt fünf bis zehn Galerien und geht wieder… In diesem Chaos gilt es für die Händler einen kühlen Kopf und ein sicheres Händchen zu zeigen. Keine leichte Aufgabe…

Read More