Art Karlsruhe 2015/03 – art fair Karlsruhe 2015/03

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Art Karlsruhe 04. – 08.03. 2015

Bildschirmfoto 2014-12-09 um 08.40.27Die 12. Art Karlsruhe …

Vor der Messe herrscht immer große Aufregung. Die Arbeiten müssen rechtzeitig fertiggestellt und geliefert werden, die Galerie feilt am Programm und der Präsentation… und selbst wenn man 20 Jahre oder länger im Geschäft ist, habe ich „alte Berufshasen“ sagen hören, weiß man nie, wie sich ein Messeauftritt entwickelt. Weder was das Publikum angeht, noch den wirtschaftlichen Erfolg…

Betritt man die Hallen, ist es augenblicklich so, als stünde man in der Brandung. Die erste Kunstmesse in Köln wurde 1967 von den Galeristen Hein Stünke und Rudolf Zwirner als „Kölner Kunstmarkt“ und jährliche Leistungsschau der eigenen Zunft ins Leben gerufen. In einem Interview habe ich Zwirner einmal sagen hören, was ursprünglich ein genialer Gedanke gewesen sei, habe sich mehr und mehr zu einem Phänomen entwickelt, das dem Bild aus dem Gedicht „der Zauberlehrling“ gleicht. Die Geister die man rief, wird man nun nicht wieder los… Sammler und Kunden sind inzwischen daran gewöhnt, weltweit in kürzester Zeit Angebot und Preise auf solchen Veranstaltungen abzugleichen. Ohne Messe geht heute nichts mehr. Der Galerist Michael Schultz aus Berlin sagt z. B. in einem Interview, daß er mit vier Standorten sieben Messen in sechs Monaten stemmt. Was nicht nur Zeit und Nerven kostet, sondern auch eine enorme Menge Geld. Auch als Besucher ist man in erster Linie mit einem konfrontiert: mit optischer Überforderung. Der „Profi-Besucher“ der Messe, kommt mit dem Hallen-Plan in der Hand an den Stand und hat im Vorfeld Kreuze gesetzt – besucht gezielt fünf bis zehn Galerien und geht wieder… In diesem Chaos gilt es für die Händler einen kühlen Kopf und ein sicheres Händchen zu zeigen. Keine leichte Aufgabe…


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Über den wirtschaftlichen Erfolg einer Messe läßt sich immer trefflich streiten… Zumal der Langzeiteffekt auch in der Woche danach kaum oder gar nicht abzuschätzen ist. Zudem haben wir, wie ich gehört habe, von den „relevanten Personen der Szene“ Besuch gehabt…  Was will man mehr… Die Präsentation war schlicht, qualitativ hochwertig und konzentriert. Allein die Tendenz auf der ART in diesem Jahr gibt Anlaß zur Sorge. Wichtige Galerien und Künstler waren nicht, oder nicht mehr vertreten – was sich im Sinne der Gesamtqualtität schmerzlich bemerkbar gemacht hat… Ich hoffe, daß sich dies in den kommenden Jahren in Karlsruhe nicht fortsetzt…. DOCH bei uns ist nach der Messe schon wieder vor der Messe… Als nächstes steht die Art Dornbirn im Juli auf dem Programm.

In diesem Sinne,  herzliche Grüße –  tanjamaria.e

 

Art Karlsruhe 2015:

http://www.art-karlsruhe.de/de/home/homepage.jsp

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.art-karlsruhe-gartenzwerge-und-strandlaeufer.fd4c3a9a-e6e5-4669-946f-f4488a68e758.html

The Author

Tanja Maria Ernst is a German-based artist - she writes about her work an inspirations.

4 Comments

  1. Interessanter Artikel, hört sich alles sehr spannend an! Ich hoffe, da komm ich auch mal irgendwann hin – als Künstlerin (oder auch als Besucherin!). Sehr bewundernswert! Und ich hoffe, Ihr werdet viele Bilder verkaufen, auch im Nachhinein noch! 😊

    • Lieber Andi, danke fürs Vorbeischauen und Grüßen! Ja, der größte Streß ist rum – ich melde mich die nächsten Tage mal :) herzl. t

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