Art Bodensee 2015

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aus dem Atelier - my work / über die Arbeit - creative processes

 

graufeld

Art Bodensee – 10. – 12. Juli 2015


 

… diese Woche habe ich das vorerst letzte Aquarell für die aktuelle Messe ausgeliefert …

… wer die neueste Arbeit mit der Christusfigur besuchen möchte, kann dies vom 10. – 12. Juli in Dornbirn tun …


 

Erst nachdem ich nun schon einige Wochen mit Tempera arbeite und letzte Woche nur kurzzeitig nochmals den Aquarellkasten hervorgeholt habe, ist mir die sehr unterschiedliche Qualität der künstlerischen Techniken wieder einmal voll bewußt geworden. Vor allem der enorme Zeitfaktor, der in der Arbeit mit Aquarell auf großen Formaten steckt, hat mich von neuem überrascht. Die dunkle Fläche, um den Christuskopf, bzw. die Marienfigur, ist das Ergebnis von fünf bis sechs lasierenden Schichten. Überarbeite ich einen dunklen Bereich mit einer hellen Lasur, geht immer Kontrast verloren. Dunkelheiten müssen nachgearbeitet werden.

Eine solche Fläche läßt sich in Tempera dagegen, ohne große Probleme, in zwei Schichten bewältigen. Schade, daß das hochwertige Material und der große Zeiteinsatz nur von einem ganz kleinen Teil der Kunstliebhaber geschätzt wird. Aquarell ist ein unschlagbares Medium, wenn es um Licht und Atmosphäre geht. Im übrigen ist es eine Mär, daß die Pigmente weniger lichtbeständig seien, als in anderen Techniken. Der Farbauftrag ist lediglich dünner und so verschwindet ein Aquarell, wenn man es sehr lange der vollen Sonne aussetzt. Wir sprechen hier aber von Jahrhunderten! Kürzlich in der ganz großartigen Ausstellung „Landschaftszeichnungen in der Romantik und Gegenwart“, konnte ich wändeweise Aquarelle bewundern, die schon ihre 200 Jahre überstanden hatten und noch immer von großer Schönheit waren. Wichtig bei all dem ist natürlich die Qualität des Materials. Lichtechte Pigmente und hochwertiges Papier. Seit Januar hängt in meinem Atelier eine Materialprobe im Fenster, unter voller UV-Einwirkung. Bislang ist keinerlei Veränderung zu verzeichnen. Nichteinmal auf der Materialprobe ohne UV-Beschichtung. Es scheint durchaus so, als wäre der Ruf des Aquarells und des Papiers weitaus schlechter, als es den Tatsachen entspricht.

In diesem Sinne – mit herzlichen Grüßen – tanjamaria.e

https://artbodensee.messedornbirn.at/themen-aussteller/

https://galerie.bietigheim-bissingen.de/deutsch/ausstellungen/rueckblick/2015/


 

The Author

Tanja Maria Ernst is a German-based artist - writes about her work

3 Comments

  1. Wunderschönes Bild!!! Das Portrait im Wasser ist großartig! Ich mag Aquarell mehr uns mehr, irgendwie ist es so ein zauberhaftes Medium. Könnte aber noch nicht mal genau sagen, warum. Vielleicht ist es seine Leichtigkeit (im Ergebnis, nicht in der Arbeit damit!). Viele Grüße!

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