Suriname 01

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aus dem Atelier - my work / über die Arbeit - creative processes / Kunstgeschichte - history of art

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Seit Anfang dieser Woche kann man endlich absehen, wohin die Reise gehen soll… Nach einiger Kampfeslust meinerseits zu Beginn der neuen Reihe, stellt sich nun endlich wieder eine Art Atelier-Routine ein…

Wie ich heute früh ins Atelier komme, fällt mein Blick auf eine Arbeit von 2010, in Acryl, die ich zwar nie zum Verkauf angeboten habe, welche aber immer auf meinem Arbeitsplatz steht. Vielleicht nicht so sehr wegen des Portraits, sondern wegen der Art des Farbauftrages. Dieses Portrait von Khan, einem indischen Schaupieler, ist für damalige Zeiten recht untypisch. Der Holzgrund komplett mit weißer Grundierung überstrichen, was dem Blau einen sagenhaft leuchtenden Ton verleiht und dem Gelb eine unglaubliche Brillanz. Das ganze Gesicht scheint von Innen zu Leuchten…

Sehr zu meiner Freude, zeigen sich bei den neuen Arbeiten nun ähnliche Tendenzen. Die Grundierung bringt die Pigmente unglaublich schön zu Geltung und die Farben ergeben sensationelle Tonabstufungen in ihren Schichtungen. Dieses Arbeit mit den Frauen in der Runde – (das übrigens gezielt an ein Gauguin Gemälde erinnert) –  ist zwar noch nicht ganz fertig – aber mit dem aktuellen Stand kann man schon recht zufrieden sein, wenn man sich beide Bilder im Vergleich ansieht. Die letzten Farbschichten, mit der leichten Auflösung des Motivs und der höchsten Leuchtkraft und Farbbrillanz fehlen noch…

Die neue Reihe basiert auf Filmstandbildern einer niederländischen Dokumentation des Dutch Doku Channels. Der Besuch des niederländischen Königshauses 1955 in Suriname – damals ein Teil des sogenannten Niederländisch-Guyana und somit holländische Kolonie. 1667 übernahm die Niederlande das Land als Kolonie von den Engländern, die dort seit 1651 Siedlungen unterhielten. 1863 wurde die Sklaverei im Land abgeschafft. 1987 wurde nach einer Periode der Militärdiktatur unter internationalem Druck die demokratische Ordnung wieder hergestellt.

In diesem Sinne – mit herzlichen Grüßen – tanjamaria.e

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Urheberrechte bzgl. des Films lassen sich heute nicht mehr nachvollziehen.

The Author

Tanja Maria Ernst is a German-based artist - she writes about her work an inspirations.

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