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aus dem Atelier - my work / über die Arbeit - creative processes / Künstler - artists / Kunstgeschichte - history of art

at work

… das Arbeiten in dünnen Lasuren hat mich schon immer fasziniert: 

„Echte Lasuren findet man nur im Aquarell, der Temperatechnik und besonders in der historischen Ölmalerei, weil hierzu absolut transparente Farben benötigt wurden. Im letzteren Fall verhält sich die lasierende Schicht (nach der Trocknung des Untergrundes) ähnlich wie eine darüber gelegte, dünne farbige Glasplatte – die entstehende Farbmischung ist im Idealfall additiv, es können zudem auch hologrammähnliche Effekte auftreten.“ (Wikipedia) 

Im Kunstmuseum Stuttgart stand ich vor einigen Jahren vor der Arbeit einer zeitgenössischen Künstlerin, mit dem Titel „fünfzig Farben Rot“, wenn ich mich richtig erinnere. Eine satt rote, transparent schimmernde Fläche. Damals sagte mir die Arbeit wenig, abgesehen, von der Intensität der Fläche. Heute kann ich den Aufwand der hinter der Arbeit steht eher einschätzen. Fünfzig Schichten mit verschiedenen Tönen in Öl übereinander zu legen ist ein beachtlicher Aufwand an Zeit und Material. Rotpigmente sind in den allermeisten Fällen halbtransparent oder transparent. Und eine deckende Fläche wird entweder durch entsprechend dicken Farbauftrag erreicht, oder durch viele Einzelschichten. Das Licht verhält sich in den Einzelschichten allerdings komplett anders, als bei pastosem Farbauftrag.

Wer sich für Kunstgeschichte interessiert, der sollte diesen spannenden Artikel aus der FAZ von 2010 lesen – das Gesicht der „Mona Lisa“ besteht aus bis zu dreissig Lasurschichten:

http://www.faz.net/aktuell/wissen/physik-chemie/leonardos-maltechnik-die-geheimnisse-der-lasur-11054699.html

 

***

 

… Working in thin glazes has always fascinated me:

„True glazes can only be found in watercolor, tempera technique and especially in historic oil painting, since in this case absolutely transparent colors are needed. The translucent layer behaves (after the drying of the undercoat) similar to an overlaid colored thin glass plate. The resulting color mixing is additive in the ideal case, it can also arise even hologram-like effects. “ (Wikipedia)

In the „Kunstmuseum Stuttgart“ – a few years ago – I stood before the work of a contemporary artist, entitled „fifty colours red“, if I remember correctly. A rich red, transparent, shimmering surface. At that time I had no concrete idea, neither concenring the title nor the effort of the artist. Today I can rather appreciate the amount of work that stands behind it. Fifty layers of superimposing tones in oil means a significant amount of time and material. Red pigments are semi-transparent or transparent in most cases. And an opaque surface is achieved either by a correspondingly thick coat, or by many monolayers. The light behaves in the individual layers completely different than with impasto paint.

Anyone interested in art history, should read this great article from the Frankfurter Allgemeine Zeitung of 2010 – the face of the „Mona Lisa“ is made up to thirty glazes:

http://www.faz.net/aktuell/wissen/physik-chemie/leonardos-maltechnik-die-geheimnisse-der-lasur-11054699.html

The Author

Tanja Maria Ernst is a German-based artist - writes about her work

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